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Otto v. Bismarck wird 1846 mit der "gewichtigen Charge eines Deichhauptmanns bekleidet", wie er in einem Brief vom 25. Februar schreibt. Und Bismarck nimmt sein Amt als Deichhauptmann sehr ernst. Dazu bestand auch
aller Grund, denn Anfang 1845 waren die Deiche an mehreren Stellen - auch bei Schönhausen -gebrochen und die Fluten der Elbe hatten verheerende Schäden angerichtet.
Aus den Erfahrungen der Flut lernend und unter Bismarcks Verantwortung als Deichhauptmann werden die Deiche auf einen modernen Stand gebracht und
durchgehend in gleicher Höhe und Mächtigkeit angelegt. Bismarck erwirbt sich hierbei in den langwierigen Auseinandersetzungen mit der Bürokratie der Magdeburger Regierung und den Berliner Ministerien
große Verdienste.
Bereits im Februar 1847 können sich die verbesserten Elbdeiche bewähren, denn die Elbe führt erneut Hochwasser und bedroht mit dem damit
verbundenen Eisgang die Deiche. Bismarck selbst hat sich in den kritischen Tagen und Nächten intensiv und erfolgreich um die Überwachung der Flußbewegungen und um Sofortmaßnahmen zur Abwehr von
Gefahren gekümmert.
Ab 1848 stürzt sich Bismarck wieder voll in die politischen Kämpfe im Sinne der Sammlung und Formierung der Konservativen. Er mitinitiiert das
sog. Junkerparlament am 18/19. August in Berlin, und wird im Januar 1850 in das Erfurter Unionsparlament gewählt. Im Mai 1851 wird er zum preußischen Gesandten am wiederbelebten Bundestag in
Frankfurt/M.ernannt.
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